Bericht zum 25. SAILHORSE-EuropaCup 2000, Altmühlsee |
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Muhr am See, 10.-12.06.2000
Donnerstag: Nach sieben Stunden auf der Autobahn endlich im Altmühltal angekommen.
Der Austragungsort des Europacups, der Altmühlsee, ist zunächst kaum zu entdecken. Er ist
künstlich angelegt und liegt hinter einem 2,5 m hohen Damm, lediglich die Mastspitzen ragen
über die Deichkrone hinaus.
Wir Berliner sind die ersten und richten das Sailhorse-Camp ein. Die Künstlichkeit der
Anlage spiegelt sich auch in einer Fülle von Reglementierungen wieder, mit der das gesamte
Ufergebiet überzogen ist. Beim Einrichten stellt sich heraus, das die Regattateilnehmer in
die Zwistigkeiten von Kioskbetreiber, Segelclub und "Zweckverband" geraten sind. Mit etwas
Nachdruck konnten aber die Anfangshindernisse schließlich ausgeräumt werden.
Freitag: Auf dem Wasser dann endlich Freiheit! Und Wind! Da es für uns ("Pegasus 2")
der erste Regattastart überhaupt war, konnten wir den Freitag nutzen, um noch letzte Verbesserungen
und den Feinschliff vorzunehmen. Nach und nach treffen (neben einer Vielzahl von bayrischen
Pfingsturlaubern) alle 21 teilnehmenden Teams ein. Das Teilnehmerfeld setzte sich jeweils zur
Hälfte aus niederländischen und aus deutschen Booten zusammen. Die übrigen Pfingstcamper schienen
sich für die abgegrenzten Bereiche des Sailhorse-Camps nicht weiter zu interessieren, so daß die
Zeltdichte auf dem Campingplatz mittlerweile beängstigende Verhältnisse annahm.
Samstag: Erster Regattatag. Pünktlich zu Beginn die Flaute. Das Thermometer kletterte
auf ungeahnte Höhen, aller Wind verwandelte sich in Aufwind und die Regattaflotte dümpelte vor sich
hin. Die mitgereisten Familienanhänge freuten sich, hier zahlte sich das gesellige Ambiente des
Clubhauses aus, wo unter schattigem Vordach gemeinsam auf die Brise gewartet wurde. Nachmittags
frischte es auf, endlich die erste Wettfahrt. Für uns als Neulinge war natürlich das Gedrängele
am Start ungewohnt, und trotz theoretischer Vorbereitung beim letzten SKV-Treffen gestaltete sich
die Praxis zunächst als unübersichtlich. Das Feld zog sich schnell in die Länge, aber auch am
hinteren Ende wurde um die Plätze gekämpft (wir wurden im Zieleinlauf leider knapp geschlagen).
Nach den zwei Wettfahrten des ersten Tages lag die "Big Deal" aus den Niederlanden souverän in Führung.
Pfingstsonntag: Auch am Sonntag gab es zunächst keine Änderung der Wetterlage, es war
einfach zu schön zum Segeln. Mittlerweile hatten sich die Teams auf die Situation eingestellt, so
daß die Wartezeit mit Bade- und Strandspielen genutzt wurde. Nachmittags dann aufziehendes Gewitter,
endlich Brise. Auch dieses Mal zogen wir beim Kampf um die Plätze hauchdünn den kürzeren. Nach der
ersten Wettfahrt nahm der Wind bis auf Sturmstärke zu, so daß der Wettkampfleitung zur Enttäuschung
aller keine Wahl blieb, als die Boote in den Hafen zu schicken. Am Abend lud der ATSV zum Captain's
Dinner, das gegen Ende etwas hektisch ausartete, da das Servieren des Desserts mit dem Anpfiff des
Europameisterschaftsspiels Niederlande - Tschechien zusammenfiel. Der holländische Sieg wurde dann
gebührend gemeinsam gefeiert. Weiterhin in Führung: "Big Deal"
Pfingstmontag: Nach dem Gewitter endlich Wind. Auf kurzen Bahnen konnten am Morgen zwei
Wettfahrten durchgeführt werden. Die "Catch Up" konnte die Gesamtwertung durch zwei Siege am Schlußtag
knapp für sich entscheiden. Punktgleicher Zweiter:"Big Deal". Hervorzuheben ist auch die beste
Plazierung der ausgeschäumten Sailhorse, Rang 5 von Horst und Leif Krüger ("Felicitas") in der letzten
Wettfahrt. Für uns nach wie vor erstaunlich, das wir trotz relativ guter Segelleistung (Rang 12) vom Sieger
fast überrundet wurden. Respekt! Als Eindrücke neben der für uns positiven Bilanz (wir hoffen nun,
uns bei den nächsten Wettfahrten weiter steigern zu können) blieb die entspannte und unverbissene
Stimmung, in der die gesamte Veranstaltung ablief.
Bis zum nächsten Mal M.Kratzsch / O.Schietzel ("Pegasus 2")